SWS Medien
 
 TEAM  ABOS  IHR INSERAT  IHR BEITRAG  LINKS
 AKTUELL      
Redaktion
Seetaler Bote
Hauptstrasse 42
6280 Hochdorf
T: + 41 41 914 09 50
F: + 41 41 914 09 99
E-Mail an Redaktion »
Verlag
SWS Medien AG Verlag
Am Viehmarkt 1
Postfach
6130 Willisau
T: + 41 41 972 60 30
F: + 41 41 972 60 21
E-Mail an Verlag »
Inserate Publicitas AG
Hauptstrasse 46
6280 Hochdorf
T: + 41 41 914 30 10
F: + 41 41 914 30 15
hochdorf@publicitas.ch
 Aktuelle Ausgabe
 Ausgabe 5. August
 Ausgabe 22. Juli
 Ausgabe 15. Juli
 Ausgabe 8. Juli
 Ausgabe 1. Juli
 Ausgabe 25. Juni
 Ausgabe 17. Juni
 Ausgabe 10.Juni
 Kontakt
 Impressum
  Eine Zeitung der
   
  SWS Medien Verlag

In der Ausgabe vom 5. August lesen Sie unter anderem:

Hohenrain: Diverse Bauprojekte in der Lindenberg-Gemeinde

In Hohenrain wird kräftig gebaut


In Hohenrain fahren die Baumaschinen auf. Gemeindepräsident Thomas Oehen begründet, weshalb die Gemeinde wachsen muss. Und warum er trotzdem offen für Fusionsgespräche ist.

Gemeindepräsident Thomas Oehen ist bereit für neue Einwohner. Auf der Wiese hinter ihm entsteht die Johanniterhof-Überbauung – inklusive Aussicht auf die historische Kommende.

Blickt man im Hohenrainer Gemeindehaus zum Fenster hinaus, ragt ein Baukran in den Himmel. Der Baulärm ist unüberhörbar. «Hier unten im Reb-acker werden zur Zeit die letzten Bauparzellen bebaut», erklärt Gemeindepräsident Thomas Oehen. Gerade oberhalb des Gemeindehauses hat es hingegen noch Platz. Viel Platz, und den will die Gemeinde nutzen. Und nicht nur dort. Die Liste der Bauprojekte ist imposant, gleich drei grössere Siedlungen sind in Hohenrain geplant. Am Hang zwischen Gemeindehaus und Pfarrkirche – das Grundstück gehört dem Kanton – entsteht auf einer Fläche von 1,25 Hektaren zum Beispiel der Johanniterhof, eine Überbauung mit 15 Ein- und 2 Mehrfamilienhäusern. Im nächsten Frühling sollen die Bagger auffahren.

Eine Frage des Überlebens

Noch im Stadium der Gestaltungsplanung befindet sich ein 10 000 Quadratmeter grosses Grundstück an der Sennweidstrasse, gegenüber dem Heilpädagogischen Zentrum HPZ. Im Frühling hat die Bevölkerung zugestimmt, dieses Land dem Kanton abzukaufen und Erschliessungsarbeiten ausführen zu lassen. Kostenpunkt: 2,8 Millionen Franken. Weiter sollen in Oberebersol acht bis zehn neue Einfamilienhäuser, in Kleinwangen vier Häuser und in Lieli zwei Mehrfamilienhäuser gebaut werden.
Grund für die Bautätigkeit: «Wir sind eine grosse Gemeinde mit einer teuren Infrastruktur. Wenn sich Hohenrain nicht entwickeln kann, ein gewisses Wachstum erreicht und sich steuerlich nicht entwickelt, dann wird die Gemeinde Mühe haben zu überleben», befürchtet Thomas Oehen. Damit das nicht passiert, müssen neue Einwohner her.

«Druck» aus Zug und Zürich

Aufgrund der «Bautätigkeit in den umliegenden Gemeinden» ist Oehen überzeugt, dass die Hohenrainer Häuser auch gekauft werden. «In Abtwil und Sins wird wahnsinnig viel gebaut. Siedlungsdruck gibt es dort vor allem aus den Gebieten Zug und Zürich. Wir gehen davon aus, dass dieser ‹Druck› noch einige Kilometer weiter zu uns herüberschwappen wird.»
Gemäss Oehen wird die Überbauung Johanniterhof eher Leute mit gehobenem Einkommen ansprechen. Die neuen Häuser sollen aber auch den Bedürfnissen der jüngeren Einheimischen mit weniger dickem Portemonnaie dienen. «Daneben ist es auch so, dass ältere Einfamilienhausbesitzer aus Hohenrain Eigentumswohnungen suchen. Wenn sie das in Hohenrain nicht finden, gehen sie halt nach Hochdorf, Ballwil oder Eschenbach.»

Bevölkerung wächst um 10 Prozent

Läuft alles nach Plan, sind laut Oehen die meisten Bauprojekte in etwa drei bis fünf Jahren verwirklicht. Der 51-jährige Gemeindepräsident rechnet mit einer Bevölkerungszunahme von 200 bis 250 Personen. Heute zählt Hohenrain rund 2500 Einwohnerinnen und Einwohner.
Eine rasche Bevölkerungszunahme birgt aber auch Konflikte, zudem besteht die flächenmässig zweitgrösste Seetaler Gemeinde aus verschiedenen Dorfschaften. Thomas Oehen fürchtet sich aber nicht um den sozialen Zusammenhalt. «Hohenrain ist heute vielmehr zusammengewachsen als früher.» Konflikte sieht er – selber Landwirt in Lieli – eher im Bereich der Landwirtschaft. «Hohenrain ist eine landwirtschaftlich und ländlich geprägte Gemeinde. Hier gibt es noch etwa 100 Bauernhöfe. Mit den vielen Neuzuzügern werden wahrscheinlich die Geruchsemissionen verstärkt zum Thema.» Da brauche es Kompromiss-
bereitschaft seitens der Bauern und der Bevölkerung.

Strassennetz misst 100 Kilometer

Neben der Bautätigkeit investiert Hohenrain auch kräftig in die Infrastruktur. Strassen und die Kanalisation werden saniert. «Hohenrain hat etwa 100 Kilometer Gemeinde- und Güterstrassen», sagt Gemeindepräsident Oehen. Die Strassensanierung kostet die Gemeinde etwa 600000 Franken pro Jahr. Hohenrain kommt zugute, dass durch die 2007 erfolgte Fusion mit Lieli zehn Jahre lang zusätzlich 250000 Franken pro Jahr in die Gemeindekasse fliessen. «Anstatt kurzfristig die Steuern zu senken, investieren wir diesen Betrag lieber langfristig, nämlich in unsere Infrastruktur», sagt Oehen.

«Zeit ist noch nicht reif»

Trotzdem bleibt der Gemeindepräsident vorsichtig. «Sollte es Hohenrain nicht alleine packen, müsste wohl eine Fusion geprüft werden. Da steht Hochdorf im Vordergrund», sagt Thomas Oehen. «Die Erwartungshaltung wird nicht kleiner. Die Leute erwarten von einer Gemeinde gewisse Dienstleistungen, doch die kosten.» Da erst 2007 die Fusion mit Lieli stattgefunden hat, sei im Moment aber die Zeit für eine weitere Fusion nicht reif. «Vielleicht sieht das in fünf Jahren anders aus. Ich persönlich bin offen dafür, aber man muss die Entwicklung von Hohenrain abwarten», sagt Oehen.

Reto Bieri

 


Artikel: » drucken    » Seite weiterempfehlen

Startseite |  Kontakt |  Impressum |  Rechtliche Hinweise |  cleverweb®



 

» Hochdorf
Das Rätsel ist gelöst
Fast schon hat die Hochdorfer Kulturkommission die Hoffnung aufgegeben, doch nun hat sich die Person doch noch gemeldet, die vor mehr als 60 Jahren vom bekannten Hochdorfer Fotografen Theo Frey abgelichtet worden war.
» Seetal
Bewegung ist Trumpf
Wenn am 22. August die Seetaler Strassen für den motorisierten Verkehr gesperrt sind und sich Tausende im Rahmen des slowUps per Velo oder auf Skates auf die Baldeggerseeumrundung machen, ist auch Reto Eichenberger da.
» Ballwil
Bunter Zwischenhalt
Es ist aus der Ferienzeit nicht mehr wegzudenken, das dreitägige, bunte und musikalisch umrahmte Gibelflühfest der Trachtengruppe Ballwil. Auch dieses Jahr fanden sich Hunderte ein, um das Zusammensein zu pflegen.
» Inwil
Mit Leib und Seele
Im letzten Teil der Sommerserie erzählt die 23-jährige Nadine Felder, Parteipräsidentin der Jungfreisinnigen des Kantons Luzern, was das politische Amt für sie so interessant macht und was sie sonst noch im Leben macht.

Sonntag, 05.09.2010
REGIONALZEITUNG FÜR DAS LUZERNER SEETAL UND UMGEBUNG