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der Seetaler Bote im Rückblick

Der «Seetaler Bote» hat im Juli 2000 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Diesen Titel trägt er jedoch erst seit 1929. Die «Seetaler» Geschichte ist auch die Geschichte einer frühen Zeitungsfusion.

Die Verleger der in Hochdorf gegen Ende der Zwanzigerjahre im Tal erscheinenden beiden Zeitungen gingen nicht zimperlich miteinander um, wie der Leitartikel im ersten «Seethaler-Bote» vom 5. Juli 1929 ahnen lässt. Danach war es bis dahin für die «besonders Schlauen, die es mit niemandem verspielen wollten», ratsam, drei Blätter zu lesen, «wenigstens zu bezahlen»: den «Hochdorfer Anzeiger», die «Hochdorfer Zeitung» und das «Pfarrblatt».
Anton Gander, Verleger des älteren «Hochdorfer Anzeiger», und das «Komitee der ‹Hochdorfer Zeitung›», Verleger des erst zwei Jahre alten Blattes selbigen Namens, kamen dann aber offenbar zur Einsicht, dass nicht beide Publikationen nebeneinander fortbestehen konnten und taten sich zusammen. Als «Denkmal der Versöhnung», wie sie es nannten, entstand der «Seethaler-Bote».

Es ist also nur halbwegs richtig, von einem über 100 Jahre alten «Seetaler Bote» zu sprechen. Vielmehr erscheint in Hochdorf seit so langer Zeit eine Lokalzeitung, seit 1929 unter dem heutigen Namen.

Gegründet hatte den samstäglich erscheinenden «Anzeiger für das Amt Hochdorf und Umgebung», wie der «Hochdorfer Anzeiger» anfänglich hiess, Heinrich Rast; die erste Nummer erschien am 7. Juli 1900. Ab dem 5. Mai 1901 erschien die Zeitung unter dem Titel «Hochdorfer Anzeiger». Der «Hochdorfer Anzeiger» kam am 9. Juli 1927 erstmals auf den Markt.

«Katholisches Organ»

Der «Seethaler-Bote» bezeichnete sich bis im März 1968 im Untertitel als «Katholisches Organ». Dann lud der Verlag alle politischen Parteien ein, die Zeitung als Publikationsorgan zu nutzen, bezeichnete den «Seetaler» fortan nurmehr als «Wochenblatt für das Luzerner Seetal» und druckte auch den reformierten Kirchenzettel ab.

Die neue Zeit

Das moderne Zeitungsleben begann in Hochdorf eigentlich 1954, als man von der Frakturschrift zur lateinischen Schrift (Antiqua) wechselte. Mit dem Bezug des Neubaus an der Hauptstrasse 42 1982 löste der Computer die Bleisetzmaschine ab.
Der frühere Rektor der Kantonsschule, Josef Sidler, war von 1982 bis 1987 der letzte nebenamtliche Redaktor. Auf Sidler folgten mit Halbämtern Cyrill Wyss (1987) und Claudia Tophinke (1987–1989). Im November 1989 übernahm Dominik Thali die Stelle im Vollamt. Auf ihn folgten Peter Schnider (1991–1995), Jean-Paul Anderhub (1995–1998), Roger Brändlin (1998–2000), erneut Dominik Thali (2000-2006) und René Wicki (2006-2007). Seit dem 1. August 2007 leitet Peter Gerber Plech die Redaktion, zu der Brigitte Schärer, Reto Bieri, Caroline Wolfer und Rita Leisibach gehören. Der Seetaler Bote gehört seit 2008 zum SWS Medien AG Verlag.


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Sonntag, 05.09.2010
REGIONALZEITUNG FÜR DAS LUZERNER SEETAL UND UMGEBUNG